Geschichte und Gegenwart

Počátky

Gründerzeit

Die direkte Vorgängerin der Brauerei Budweiser Budvar war die Tschechische Aktienbrauerei. Sie entstand im Jahre 1895 und setzte die alte Brautradition in Budweis direkt fort. Diese Brautradition reicht bis ins 13. Jahrhundert, in dem die Stadt gegründet wurde und das Braurecht verliehen bekam. Im 19. Jahrhundert war Budweis eine national gemischte Stadt. Die Wirtschaft wurde von Unternehmen gesteuert, die im Besitz der deutschen Bevölkerung waren. Da die Wähler entsprechend der damaligen Wahlordnung nach ihrem Eigentum und der Höhe der abgeführten Steuern definiert wurden, hatte die hiesige tschechische Bevölkerung trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit keine Vertretung im Budweiser Rathaus. Um sich im politischen Bereich durchsetzen zu können, mussten die Tschechen ihre wirtschaftliche Stellung stärken. Aus diesem Grund wurden im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts „tschechische“ Unternehmen gegründet. Eines davon war die Tschechische Aktienbrauerei – die direkte Vorgängerin der Brauerei Budweiser Budvar. Die Gründung wurde vor allem von den tschechischen Brauberechtigten (August Zátka und vielen anderen) initiiert. Die tschechische Aktienbrauerei braute den ersten Sud am 7. Oktober 1895. Bis zum Ende des folgenden Jahres hatte sie bereits 51.100 Hektoliter Bier verkauft. Heutzutage übersteigt die Jahresproduktion eine Million Hektoliter. Trotz des riesigen Produktionsanstiegs werden die traditionelle Qualität sowie der typische Geschmack des Budweiser Budvar Bieres weiterhin bewahrt.

Aus dem Wettbewerb mit der deutschen Bürgerbrauerei und den beiden Schwarzenberger Brauereien in Třeboň und Protivín ging die Tschechische Aktienbrauerei immer siegreich hervor - vor allem dank der hohen Qualität und dem einmaligem Geschmack ihres Bieres, die zum ersten Mal auf der Industrieausstellung in Prag im Jahre 1896 prämiert wurden. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts war das Lagerbier aus der Tschechischen Aktienbrauerei im Ausland sehr bekannt.

Weltberühmt

Budweiser Budvar wird seit der Gründung kontinuierlich modernisiert. Im Jahre 1922 wurde der erste artesische Brunnen gebohrt, zu dem im Laufe der Zeit weitere hinzukamen. Die Brauerei gewann somit eine hochwertige Wasserquelle, die bis heute zu den ausgezeichneten Geschmackseigenschaften des original Budweiser Lagerbieres beiträgt. Seit den 20er Jahren eroberte die Brauerei die Märkte auf allen Kontinenten und ließ deswegen die Schutzmarken „Český budějovický granát“ („Tschechischer Budweiser Granat“), „Budweiser Bier“, „Budbräu“ und andere registrieren. 1930 wurde auch die Schutzmarke „Budvar“ registriert, die bald zum Synonymbegriff für hohe Qualität wurde. Nach dieser Schutzmarke wurde die Brauerei im Jahre 1936 in Budvar – Tschechische Aktienbrauerei Budweis umbenannt.

Nachkriegsjahre

Während des zweiten Weltkrieges stand die Brauerei unter der Verwaltung der Nationalsozialisten und nach dem Krieg wurde sie verstaatlicht. 1967 wurde aus dem Eigentum der damaligen Südböhmischen Brauereien ein selbstständiges Rechtssubjekt Budweiser Budvar, N.C. ausgegliedert. Dank der Tradition, der wertvollen Schutzmarken und ihrer ausgezeichneten Bierqualität konzentrierte sich die Brauerei auf den Export. Der nächste bedeutende Entwicklungsschritt der Gesellschaft auf dem heimischen Markt sowie im Ausland erfolgte nach dem Jahr 1989. Innerhalb von wenigen Jahren gelang es der jetzigen Geschäftsführung, den Ausstoß der Brauerei beinahe zu verdreifachen.

Budvar heute

Das Nationalunternehmen Budweiser Budvar ist heute eine moderne und ehrgeizige Gesellschaft, die eine feste Basis hat. Die Brauerei bestand im harten Konkurrenzkampf mit multinationalen Konzernriesen. Derzeit ist Budweiser Budvar eine der letzten Brauereien, die ausschließlich über tschechisches Kapital verfügt. In 2009 erzielte Budweiser Budvar einen Bierausstoß von 1,28 Mio. Hektoliter Bier.

Dank der ausgezeichneten Wirtschaftsergebnisse konnte die Gesellschaft beträchtliche Finanzmittel in die eigene Entwicklung investieren. Ein Teil des Gewinns wird jährlich für die Förderung der Kultur, des Schul- und Gesundheitswesens hauptsächlich in der Südböhmischen Region ausgegeben.

Als Beweis für die dynamische Entwicklung und persönliche Beziehung zu den Liebhabern des Budweiser Bieres gelten die neuen Produkte sowie andere Neuheiten, die Budvar regelmäßig auf den Markt bringt. Im Jahre 2004 wurde das dunkle Budweiser Budvar Lagerbier eingeführt, 2005 dann die moderne und praktische Verpackung des Schankbieres in Dosen. Im Herbst 2005 wurden die 0,5l Flaschen im ganzen Sortiment ausgewechselt. Die ursprünglichen NRW-Flaschen wurden gegen die modernen spitzenmäßigen Verpackungen – elegante grüne ALE-Flaschen ausgetauscht. Im Sommer 2006 wurde der Vertrieb des dunklen Budweiser Budvar Lagerbieres in Flaschen eröffnet. Am 1. März 2007 wurde ein neu kreiertes helles Schankbier Pardál auf den südböhmischen Markt gebracht. Seit dem 1. Juni 2007 ist Budweiser Budvar Alleinimporteur des dänischen hellen Premium Lagerbieres Carlsberg in Tschechien.

Die Brauerei besuchen jährlich über 40 000 Touristen, die die Bierproduktion besichtigen und Bier direkt im Lagerkeller verkosten können. Die multimediale Ausstellung „Geschichte des Budweiser Bieres“ präsentiert die Geschichte sowie die Gegenwart des Budweiser Bieres auf Plasmabildschirmen, in einzigartigen Hologrammen und bei einer 3-D-Film-Vorführung.

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