Jiří Boček wird in die Ruhmeshalle der tschechischen Brauereien berufen und Jan Šavel erhält den Preis des tschechischen Braumeisters F. O. Poupě

27. 9. 2017 | Budweis

Der Tschechische Verband der Brauereien und Mälzereien prämierte gestern zwei Männer, deren ganzes Berufsleben mit der Brauerei Budweiser Budvar verbunden war. Für sein Lebenswerk in der Braubranche wurde in die Ruhmeshalle der tschechischen Brauereien und der Malzindustrie Jiří Boček, der ehemalige langjährige Generaldirektor der Brauerei, berufen. Als Koautor des Lehrbuchs „Sladařství“ („Malzindustrie“) wurde mit dem F.-O.-Poupě-Jahrespreis Dozent Jan Šavel prämiert.

Der Tschechische Verband der Brauereien und Mälzereien verlieh gestern seine höchsten Auszeichnungen für das Jahr 2017. Unter den Prämierten waren auch zwei Männer, deren gesamtes Berufsleben mit der Brauerei Budweiser Budvar verbunden war.

Für sein Lebenswerk im Bereich der Braubranche wurde in die Ruhmeshalle der tschechischen Brauereien und der Malzindustrie Jiří Boček berufen. Er arbeitete bei Budweiser Budvar seit 1983 und in den Jahren 1991 bis 2016 war er Generaldirektor des Unternehmens. Während seiner Amtszeit konnte die Brauerei ihre Jahresproduktion von 491 Tsd. Hektoliter auf 1,6 Mio. Hektoliter erhöhen und die Anzahl der Exportländer stieg von 18 auf 77 Länder. „Die Berufung in die Ruhmeshalle halte ich für die höchste Auszeichnung für meine lange berufliche Laufbahn in der Brauindustrie, die mir von Brauern je verliehen wurde, und ich weiß sie sehr zu schätzen“, so Jiří Boček, ehemaliger Generaldirektor der Brauerei Budweiser Budvar.

Als Koautor des Lehrbuchs „Sladařství“ („Malzindustrie“) wurde mit dem F.-O.-Poupě-Jahrespreis Auch Dozent Jan Šavel prämiert. Im genannten Lehrbuch ist er Autor von vier Kapiteln und Koautor von einem Kapitel. Vor kurzem feierte er sein 50-jähriges Jubiläum bei Budweiser Budvar. Er ist stets beruflich sehr aktiv und ist für die Qualitätstests von Rohstoffen und Bierhefe bei Budweiser Budvar zuständig, sein Interesse gilt auch dem Thema Bieralterung. „Die Arbeit im Labor macht mir einfach Spaß“,  Dozent Jan Šavel, Forscher bei Budweiser Budvar.

„Ich gratuliere den beiden Herren ganz herzlich. Diese professionelle Auszeichnung ist eine große Ehre für die gesamte Brauerei. Gleichzeitig ist es eine große Verpflichtung für uns für die Zukunft – wir möchten an ihre Arbeit mit Würde anknüpfen“, schließt Petr Dvořák, Generadirektor Budweiser Budvar ab.

Dipl.-Ing. Jiří Boček – kurzer Lebenslauf
Er wurde1957 in  Budweis geboren. Der Sohn von Karel Boček, dem ehemaligen zweiten Braumeister und Produktionsleiter in den Jahren 1946 bis 1982 und Brauereidirektor von Budvar in den Jahren 1968 bis 1973. In den Jahren 1972 bis 1973 absolvierte er eine Berufsausbildung zum Mälzer, in den Jahren 1973 bis 1977 machte er eine Ausbildung an der Fachschule für Lebensmitteltechnik. Im Jahr 1982 schloss er sein Studium an der Universität für Chemie und Technologie Prag, am Institut für Gärungschemie und Biotechnologie ab. Im Jahr 1983 trat er die Stelle als Technologe, Meister im Sudhaus in der Brauerei Budweiser Budvar an.  Von 1985 bis 1991 arbeitete er als zweiter Braumeister.  Seit 1991 bis 2016 war er Direktor der Brauerei Budweiser Budvar.  Nach 1989 leistete Jiří Boček einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Brauerei.  In den Jahren 1993 bis 1995 war er in die Planung sowie die Baudurchführung der zylindrisch-konischen Gärtanks I und II involviert und anschließend arbeitete an der Planung  der horizontalen der Lagertanks I und II zusammen. Er gilt als Vater der Idee, brauerereigene Vertriebszentren in Tschechien zu errichten sowie Tochtergesellschaften im Ausland (Deutschland, Großbritannien, der Slowakei) zu gründen. Er hatte einen großen Einfluss auf die markenrechtlichen Streitigkeiten zwischen Budweiser Budvar und Anheuser-Busch und es gelang ihm, das geistige Eigentum der Brauerei zu erweitern sowie die Zahl der Exportländer von 18 auf 77 Länder weltweit zu erhöhen. Er engagierte sich bei der Durchsetzung der ersten tschechischen geschützten geografischen Angaben „Budějovické pivo“ und „Českobudějovické pivo“  im Zugangsabkommen zwischen der Tschechischen Republik und der EU im Jahr 2004. Die Tschechische und mährische Brauakademie verlieh ihm den Jahrespreis  für das Jahr 2015 in der Kategorie „Brauereien mit einem Jahresausstoß von über 500 000 Hektolitern“. Am Freitag, dem 28. Oktober 2016 erhielt er vom tschechischen Präsidenten Miloš Zeman eine Medaille für Verdienste um den Staat im Wirtschaftsbereich. Im Jahr 2016 erhielt er den Jahrespreis „Tschechischer Bierpatriot“ von der Zeitschrift Pivo, Bier & Ale. Von Kriegsveteranen  wurde er letztes Jahr mit einer Gedenkmedaille des dritten Grades der tschechoslowakischen Legionäre gekürt, die er  über zehn Jahre förderte.

Dozent Dipl.-Ing. Jan Šavel, CSc. – kurzer Lebenslauf
Er wurde 1944 in  Budweis geboren. Seine berufliche Laufbahn startete er 1967 im Labor der Brauerei  Budweiser Budvar gleich nach dem Studienabschluss an der Universität für Chemie und Technologie Prag. Während seiner Karriere leitete er das Labor der Brauerei und war für das Qualitätsmanagement zuständig (1972). 1978 wurde er Leiter der Forschung und Entwicklung. Seine ursprüngliche Spezialisierung war Braumikrobiologe. Seine Kenntnisse und umfangreiche praktische Erfahrungen fasste er im Buch „Mikrobiologická kvalita v pivovarech“ („Mikrobiologische Qualität in Brauereien“) zusammen.  Ferner beschäftigte er sich mit der Entwicklung von neuen Methoden und Geräten für die Qualitätskontrolle. 1996 habilitierte er sich mit der Arbeit „Modernizace kontroly pivovarské výroby“ („Modernisierung von Bierproduktionskontrolle“). Er war in vielen tschechischen und internationalen Institutionen tätig – er war zum Beispiel Mitglied der Gruppe für Brauwissenschaft in European Brewery Convention. Er unterrichtete an der Universität für Chemie und Technologie Prag sowie an der Südböhmischen Universität Budweis und außerdem war er Mitglied des Wissenschaftlichen Rates an der Fakultät für Lebensmittelchemie und biochemische Technologie der Universität für Chemie und Technologie Prag und am Forschungsinstitut für Brau- und Malzwesen in Prag. Jan Šavel veröffentlichte über 200 Fachartikel in Tschechien sowie im Ausland.  Er ist Urheber und Miturheber von etwa dreißig patentierten Erfindungen. Seine Erfindung eines speziellen Bodens für den Nachweis von fremden Hefen und Milchsäurebakterien ist eine bedeutende Erweiterung von mikrobiologischen Kontrollmethoden. 2004 wurde er in die Ruhmeshalle des tschechischen Brauwesens und der Malzindustrie berufen. Im Jahre 2010 wurde er als Koautor des Lehrbuchs „Pivovarství“ („Brauwesen“)   mit dem F.-O.-Poupě-Jahrespreis vom Tschechischen Verband der Brauereien und Mälzereien prämiert. Er wurde auch mit dem Jahrespreis  der Tschechischen und mährischen Brauakademie für das Jahr 2016 geehrt.

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